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Abmahnung erhalten? So reagieren Sie richtig!

Sie haben eine Abmahnung wegen der Verbreitung eines Musikstücks, eines Films oder eines Computerspiels im Internet erhalten und sind nun verunsichert? Anwälte möchten Geld von Ihnen und Sie sollen auch eine „Unterlassungserklärung“ unterschreiben, obwohl Sie sich keiner Schuld bewusst sind?

Dann bewahren Sie bitte Ruhe und holen umgehend anwaltlichen Rat ein, bevor Sie zahlen oder die beigefügte Unterlassungserklärung unterschreiben. Die abmahnende Kanzlei hat Ihnen Fristen eingeräumt, die Sie nutzen sollten, denn überstürztes Handeln ist nicht notwendig.

Die Forderungen sind meist überhöht und nach sorgfältiger Prüfung lassen sich oft Argumente finden, die einer Haftung entgegenstehen. Die Rechtsprechung ist gerade in letzter Zeit nicht mehr so eindeutig, wie dies die Abmahnkanzleien gerne suggerieren möchten. Im Gegenteil: In vielen Entscheidungen der letzten Zeit wurde zugunsten der abgemahnten Anschlussinhaber entschieden.

Mit der Änderung des Urheberrechts im Oktober 2013 hat sich die Situation für Abgemahnte zudem auch in einigen entscheidenden Punkten verbessert.

Ich habe in einem anderen Beitrag zunächst einmal die Antworten auf die wichtigsten Fragen zusammengestellt: 10 Fragen & 10 Antworten.

Was Sie zudem konkret beachten sollten, erkläre ich Ihnen in diesem Video:


Eine kostenlose Ersteinschätzung und eine Empfehlung für das weitere Vorgehen erhalten Sie telefonisch oder gerne auch per E-Mail.

Sie können mir gerne die erhaltene Abmahnung zuschicken. Sie erreichen mich auch am Wochenende auf diesen Wegen:

  • telefonisch unter  0800 365 7324 (Freecall)
  • per Fax an 0221 801 37206
  • per E-Mail an <abmahnhilfe@rechtsanwalt-schwartmann.de>

Nach Eingang Ihrer Anfrage setze ich mich umgehend mit Ihnen in Verbindung.

Wie Sie sich gegen die an Sie gerichteten Forderungen wehren können und welche Chancen bestehen, eine Haftung zu vermeiden, erkläre ich Ihnen gerne im persönlichen Gespräch. Die Verteidigung gegen eine Filesharing-Abmahnung biete ich zu einem günstigen Pauschalpreis an.

Bitte beachten Sie: Kosten entstehen erst mit meiner ausdrücklichen Beauftragung!

Ich empfehle Ihnen auch meine weiteren Beiträge zum Thema „Filesharing-Abmahnungen“:

Filesharing-Klagen beim AG München: Ein Hoffnungsschimmer?

Porno-Abmahnungen: Anwalt erforderlich?

Streaming-Abmahnungen von U+C: Eine teure Angelegenheit

Münchner Verhältnisse

Ein vermeintlicher Notfall

Abmahnungen der .rka Rechtsanwälte für Koch Media GmbH

Filesharing-Klagen vor dem AG München: Ein Silberstreif am Horizont

Waldorf Frommer mahnt ab: Aktuelle US-Serien für 471 EUR

Störerhaftung: Wie man sich nicht verteidigen sollte

Ins Blaue hinein

Aktuelle Abmahnungen der Kanzlei Waldorf Frommer

BGH zur Filesharing-Haftung der Eltern: Konsequenzen für die Praxis

Filesharing: Keine Haftung der Eltern für minderjähriges Kind bei ausreichender Belehrung

Aktuelles von der Abmahnfront

Mahnbescheid aus Bayern: 956 EUR zuviel

Aktuelle Abmahnungen der Kanzleinen Waldorf, Kornmeier und CGM

Abmahnungen: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!

Filesharing-Abmahnungen: DigiProtect reduziert Forderungen deutlich

Fake-Abmahnung per E-Mail

und weitere Beiträge.

Abmahnungen: Doppelt gemoppelt und am Wochenende

Immer wieder erhalten Inhaber von Telefon- und Internetanschlüssen Abmahnungen, mit denen sie nichts anfangen können, weil sie sich keiner Schuld bewusst sind. Heute erreichte mich der Hilferuf eines Mandanten, der nun schon zum wiederholten Male wegen angeblichen Filesharings abgemahnt wurde:

Inzwischen ist es die 6. Abmahnung , die sich auf das downloaden der „TOP 100“ über meine IP Adresse bezieht. Danach wurden die „TOP 100“ scheinbar in einem Zeitraum von 5 Wochen ( Dezember 2011 bis Januar 2012) mehrmals heruntergeladen, so dass ich davon ausgehe, dass sich jemand unberechtigt Zugang zu meinem WLAN verschafft hat.

Wie auch in den anderen Fällen zuvor werde ich in der Antwort auf die Abmahnung darlegen, weshalb der Mandant die ihm vorgeworfene Rechtsverletzung nicht begangen hat. Er hat damit gute Chancen, glimpflich aus der Sache herauszukommen.

Vor weiteren Abmahnungen wird er sich aber nicht schützen können. Denn dazu müsste er wissen, welche anderen „Top 100“ Titel möglicherweise noch über seinen Anschluss verbreitet wurden und wer daran die Rechte hat. Es ist mittlerweile nicht unüblich, dass ein und derselbe Titel mehrfach abgemahnt wird. So gelangten am Freitag zwei Abmahnungen auf meinen Schreibtisch, welche dieselbe Musikaufnahme betrafen: Rechtsanwalt Daniel Sebastian mahnte für die DigiRights Administration GmbH die unerlaubte Weiterbreitung des Songs „Bella Vita“ von DJ Antoine ab und die Hamburger Kanzlei FAREDS mahnte für die Herren Kindervater und Bülles, die ebenfalls Rechte an diesem Song behaupten, auch eine Urheberrechtsverletzung daran ab.

Das Beispiel zeigt, dass vorbeugende Unterlassungserklärungen nur sinnvoll sein können, wenn man nicht nur die möglichen betroffenen Werke, sondern auch noch alle in Frage kommenden Rechteinhaber identifizieren kann. Das ist faktisch unmöglich und daher letztlich oft nur eine Möglichkeit sogenannter „Abmahnhelfer“, dem Abgemahnten gegen Zusatzhonorar etwas anzubieten, was er nicht braucht und ihm auch nicht weiterhelft.

Die sonntägliche E-Mail des Mandanten verdeutlicht, dass Abmahner gerne zum Wochenende hin ihre unerfreuliche Post verschicken – damit die Abgemahnten über das Wochenende schlaflose Nächte bekommen und am Montag direkt zahlen.

Davon ist abzuraten – lassen Sie sich stattdessen anwaltlich beraten. Die gesetzten Fristen sind stets so ausreichend bemessen, dass Zeit für die Einholung anwaltlicher Hilfe bleibt. Und im äußersten Notfall erreichen Sie manche Anwälte auch an einem Sonntag. Zum Beispiel auch mich – unter der FreeCall-Nr. 0800 3657324.

Ins Blaue hinein

„Die Rechteinhaberschaft unserer Mandantschaft ergibt sich aus der gesetzlichen Vermutung der Urheberschaft gem. § 10 UrhG und gilt bis zum Beweis des Gegenteils als bewiesen d.h. zur Widerlegung müsste das Gegenteil tatsächlich bewiesen werden. Den Beweis des Gegenteils haben Sie jedoch nicht erbracht. Das diesbezügliche unsubstantiierte Bestreiten ins Blaue hinein ist völlig ungeeignet, die gesetzliche Vermutung zu widerlegen.“

So schreibt mir WeSaveYourCopyrights. Und beweist damit, dass man sich mit meinem Schreiben überhaupt nicht auseinandergesetzt hat. Denn die Rechteinhaberschaft der Firma Zooland Music GmbH an dem angeblich von meinem Mandanten unerlaubt verbreiteten Musikstück habe ich überhaupt nicht bestritten und erst recht nicht unsubstantiiert und ins Blaue hinein. Stattdessen habe ich darauf hingewiesen, dass es nach der Rechtsprechung von Landgericht und Oberlandesgericht Köln keine Sippenhaftung gibt und mein Mandant nicht für Rechtsverletzungen haften muss, die ein anderes Familienmitglied begangen hat. Das hat man in Frankfurt offenbar überlesen – anders lässt sich die Textbaustein-Antwort nicht erklären.

Auch Textbausteine sollten nicht ins Blaue hinein verwendet werden, liebe Kollegen.

Aktuelle Abmahnungen von WeSaveYourCopyrights

In letzter Zeit werden mir regelmäßig Abmahnungen vorgelegt, die von der Rechtsanwaltsgesellschaft mbH WeSaveYourCopyrights versandt wurden. Der Sitz dieser GmbH ist Frankfurt am Main, unterzeichnet sind die Schreiben von Rechtsanwalt Christian Weber, der als Geschäftsführer fungiert. Wieviele Anwälte die Rechtsanwaltsgesellschaft beschäftigt ist unklar. Sie erscheinen jedenfalls weder auf dem Briefkopf, noch auf der Webseite, so dass derzeit allein die Rechtsform auf eine größere Kanzlei hindeutet. Die mir vorliegenden Abmahnungen sind zudem alle nur von Rechtsanwalt Weber unterzeichnet.

WeSaveYourCopyrights vertritt mehrere Rechteinhaber, in deren Auftrag regelmäßig Abmahnungen ausgesprochen werden, und zwar u.a.

  • Gunnar Ballinas-Olsson, Yann Peifer und Manuel Reuter
  • reFX Audio Software Inc.
  • Mary Applegate
  • Matthew Tasa
  • Uptunes GmbH
  • Zooland Music GmbH

Die Abmahnungen sind in der Regel dick: 19 Seiten umfasst z.B. das Exemplar, welches mir gerade vorliegt. Abgemahnt wird hier das unerlaubte öffentliche Zugänglichmachen eines Musikstückes aus einem Chartcontainer, nämlich des Stückes „The Rhythm of the Night“ von Cascada. Die Abmahnung wurde dabei im Auftrag der Zooland Music GmbH ausgesprochen.

Dem Abgemahnten wird vorgeworfen, dieses Musikstück über das Netzwerkprotokoll bit torrent weiterverbreitet zu haben. Dies sei durch einen Testdownload mit Hörvergleich festgestellt worden.

Seitenlange Rechtsausführungen sollen den Empfänger der Abmahnung sodann beeindrucken und ihm aufzeigen, was ihm droht, wenn er der Abmahnung nicht Folge leistet.

Gefordert wird die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung und die Zahlung von Schadensersatz. Vergleichsweise wird zur Erledigung der Angelegenheit die Zahlung von 450 EUR angeboten.

Betroffene sollten nicht in Panik verfallen und sich nicht einschüchtern lassen. Holen Sie bitte unter Beachtung der Ihnen gesetzten Fristen anwaltlichen Rat ein, bevor Sie etwas unterschreiben oder eine Zahlung leisten.

Die beigefügte Unterlassungserklärung sollte auf keinen Fall abgegeben werden, sondern zuvor von einem Fachmann überprüft und sodann zu Ihren Gunsten abgeändert werden, da andernfalls Rechtsnachteile drohen.

Zudem sollte geprüft werden, ob überhaupt eine Zahlungspflicht besteht, oder ob der Forderung der Abmahnkanzlei etwas entgegengesetzt werden kann, um die Haftung dem Grunde nach auszuschließen. Die Rechtsprechung hat gerade in letzter Zeit einige Möglichkeiten eröffnet, eine Haftung zu verneinen, deren Voraussetzungen jedoch jeweils im Einzelfall geprüft werden müssen.

Zudem ist zu beachten, dass WeSaveYourCopyrights in der Regel nur die Verletzung der Urheberrechte an einem einzelnen Song abmahnen – der dafür geforderte Schadensersatz ist m.E. nicht vertretbar und zu hoch bemessen. Eine Reduzierung der Kosten sollte daher grundsätzlich in Betracht kommen.

Eine anwaltliche Beratung durch einen Fachmann hilft also Geld zu sparen und muss nicht teuer sein, denn Abgemahnte sollen schließlich nicht noch drauf zahlen, wenn sie sich helfen lassen.

Mine kostenlose Ersteinschätzung und eine Empfehlung für das weitere Vorgehen erhalten Sie telefonisch unter 0221 801 37193 oder 0800 365 7324 (Freecall). Außerhalb der Bürozeiten erreichen Sie mich auf dem Notfall-Handy unter 0170 3800092.

Bitte beachten Sie: Kosten entstehen erst mit meiner ausdrücklichen Beauftragung!

Bitte beachten Sie auch meine weiteren Hinweise zum richtigen Verhalten bei Abmahnungen.

Aktuelles von der Abmahnfront

Derzeit werden wieder sehr viele Urheberrechtsverletzungen durch Filesharing abgemahnt. An vorderster Front für die Rechte der Medienindustrie kämpfen dabei die für ihre Massenabmahnungen bekannten Kanzleien Waldorf Frommer (München), FAREDS (Hamburg), Kornmeier & Partner (Frankfurt), WeSaveYourCopyRights (Frankfurt), Bindhard Fiedler Zerbe (Linden) und Rechtsanwalt Lutz Schroeder aus Kiel. Es hat den Anschein, dass die Abmahner vor einer möglichen Gesetzesänderung, die ihr Geschäftsmodell behindert, noch einmal richtig auf die Tube drücken möchten.

Folgende Abmahnungen wurden mir allein in den letzten Tagen von Abgemahnten vorgelegt:

  • Die Atzen – Party (Ich will abgehen) (FAREDS)
  • Stefanie Heinzmann – Diggin in the dirt (FAREDS)
  • Shades of Grey – Gefährliche Liebe, Buch von E.L. James (Waldorf Frommer)
  • Shades of Grey – Geheimes Verlangen, Buch von E.L. James (Waldorf Frommer)
  • Melouria – How do you do! 2012 (FAREDS)
  • Glasperlenspiel – Freundschaft (FAREDS)
  • David Guetta – She Wolf, feat. Sia (Kornmeier & Partner)
  • R.I.O. feat. U-Jean – Summer Jam (WeSaveYourCopyrights)
  • Culcha Candela – Von Allein (Bindhardt, Fiedler, Zerbe)
  • The Cold Light of Day, Film (Waldorf Frommer)
  • Abraham Lincoln Vampirjäger, Film (Waldorf Frommer)
  • Zipper+, Software (RA Schroeder)

Den Abmahnungen ist gemein, dass dem betroffenen Empfänger vorgeworfen wird, über seinen Internetanschluss das jeweils genannte urheberrechtlich geschützte Werk öffentlich zugänglich gemacht zu haben, ohne dazu berechtigt gewesen zu sein.

Es wird die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung und die Zahlung von Schadensersatz verlangt. In allen Fällen wird den Betroffenen eine vermeintlich reduzierte pauschale Schadensersatzzahlung vorgeschlagen, die von 400 bis 956 EUR reicht.

Betroffene sollten die beigefügte, vorbereitete Unterlassungserklärung nicht vorschnell unterzeichnen, da damit erhebliche Rechtsnachteile verbunden sein können. Stattdessen sollte umgehend anwaltlicher Rat eingeholt werden, da in der Regel knapp bemessene Fristen laufen, bei deren Nichtbeachtung eine teuere gerichtliche Klärung droht. Durch eine kundige anwaltliche Vertretung können bei Kenntnis der neuesten Rechtsprechung die Folgen der Abmahnung in der Regel deutlich abgemildert werden.

Ich biete eine schnelle und kompetente Beratung zum fairen Preis.

Für eine erste Orientierung stehe ich Betroffenen jederzeit telefonisch unter der kostenfreien Hotline 0800 3657324 zur Verfügung.

Weitere Hinweise zum richtigen Umgang mit Abmahnungen finden Sie übrigens hier.

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