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HUK muss Sachverständigenkosten vollständig zahlen

Die HUK Coburg Allgemeine Versicherung AG ist dafür bekannt, im Rahmen der Regulierung von Verkehrunfallschäden die Sachverständigenkosten des Geschädigten oft nach eigenem Gutdünken zu kürzen. Oft kommt sie damit auch durch, denn wegen zumeist 200 bis 300 EUR ziehen die wenigsten Geschädigten vor Gericht, wenn sie nicht über eine Rechtsschutzversicherung verfügen.

Nicht jeder Geschädigte lässt sich aber auf die Kürzung der Kosten ein und zahlt diese Kosten aus eigener Tasche. Deshalb kassiert die HUK immer wieder Urteile, in denen sie zur Zahlung auch der gekürzten Beträge verurteilt wird. Im Netz findet man dazu inzwischen sehr viele Entscheidungen.

Der Autor dieser Zeilen und Betreiber der Seite verkehrsrecht-in.koeln hat nun vor dem Amtsgericht Köln eine weitere Entscheidung gegen die HUK erstritten (AG Köln vom 25.2.2016 – 275 C 179/15), deren Gründe im Folgenden zur Verfügung gestellt werden:

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Versicherungs-Mathematik: HUK non calculat

Neues aus der Reihe “Wie Versicherungen mit dem Geld ihrer Kunden umgehen”: 

Die HUK-Coburg rechnet einen Unfallschaden ab und kürzt dabei die Erstattung der Sachverständigenkosten um 90 EUR, denn die wären überhöht. Mandant will die natürlich nicht selbst tragen und nun soll ich die HUK Coburg also auf Zahlung von 90 EUR verklagen. Damit ihn kein Kostenrisiko trifft, hat der Mandant eine Rechtsschutzversicherung. Und wo hat er die? Richtig: Bei der HUK-Coburg.

Die HUK-Coburg ist bekannt dafür, öfters mal Sachverständigenkosten dreist zu kürzen und sich verklagen zu lassen. Google findet dazu zahlreiche Beiträge.

Aber wozu führt das nun? Gewinnen kann die HUK-Coburg hier nicht: Wenn sie antragsgemäß zur Zahlung der 90 EUR verurteilt wird, hat sie die Kosten des Rechtsstreits ebenfalls zu tragen. Und wenn sie gewinnt, bleiben die Kosten ebenfalls im Hause. Denn die Anwalts- und Gerichtskosten meines Mandanten zahlt in diesem Fall die HUK-Coburg Rechtsschutz – und die sind höher als die streitige Forderung.

Schon finanziell wäre es für die HUK-Coburg also sinnvoller, die streitige Forderung nun ohne Klage zu zahlen. Ganz davon abgesehen, dass auch Versicherungen Wert auf Kundenzufriedenheit legen sollten.

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