Verhandlung im Vakuum 

Terminvertretung für einen auswärtigen Kollegen. Gegner hat Einspruch gegen Vollstreckungsbescheid eingelegt. Glasklare Angelegenheit: der geltend gemachte Anspruch beruht auf einer nicht bezahlten Rechnung. 

Dummerweise begrüßt mich der Richter mit dem einleitenden Hinweis, dass überhaupt keine Anspruchsbegründung zur Gerichtsakte gelangt ist. Also muss sich der Richter erst einmal erklären lassen, um was es überhaupt geht. Gestritten wird noch um 400 Euro. Nun hätte der Beklagtenvertreter natürlich Klageabweisung durch Versäumnisurteil beantragen können. Denn eine Anspruchsbegründung lag ihm auch nicht vor. 

Das hat er aber nicht, denn dann hätten wir uns nach Einspruch wiedergesehen. Stattdessen haben wir uns vergleichsweise auf die Zahlung von 200 Euro geeinigt. Kosten gegeneinander. 

Wenn dem Hauptbevollmächtigten das nicht gefällt, muss er widerrufen. Und die Anspruchsbegründung nachliefern. 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: