Monatliches Archiv: April 2009

Flucht

Blick aus dem Büro-Fenster:

23.04.2009

Ich bring dann wohl besser mal meinen Rechner in Sicherheit …

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Entkernt

Hurra, die Kernerisierung des ZDF hat endlich ein Ende:

Nach zwölf Jahren beim ZDF geht TV-Moderator Johannes B. Kerner zum Anfang nächsten Jahres zurück zum Privatsender Sat.1. Kerner werde ein wöchentliches, journalistisches Live-Magazin mit Gästen und aktuellen Themen moderieren, teilte Sat.1 mit. Außerdem werde der ausgewiesene Sport-Experte im neuen „ran“-Team die Spiele der Champions-League präsentieren. Kerner war bereits in den 90er Jahren bei Sat.1 als Moderator tätig gewesen, bevor er Anfang 1998 zum ZDF wechselte.

Das ZDF hatte Kerner eine Verlängerung seines zum Jahresende auslaufenden Vertrages um weitere drei Jahre angeboten. Man habe sich jedoch nicht über die Konditionen einigen können, hieß es aus dem Mainzer Sender. Intendant Markus Schächter erklärte: „Wir hatten zwölf erfolgreiche Jahre miteinander“, äußerte aber auch „Verständnis dafür, dass Johannes Kerner jetzt nach neuen Horizonten strebt“. Quelle: Welt Online

Vielleicht begreift das ZDF dies ja nun als Chance, den Sendeplatz am späten Abend wieder mit Gehaltvollerem als belanglosen Plauderein zu füllen.

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Staatliche Verdummung

In vorauseilendem Gehorsam haben heute Vodafone/Arcor, Alice, Kabel Deutschland, die Telekomiker und Telefonica O2 einem Eingriff in das Fernmeldegeheimnis ohne gesetzliche Grundlage Ihre Zustimmung erteilt. Künftig werden diese Provider ihre User anhand einer vom Bundeskriminalamt geführten IP-Liste davor bewahren, irrtümlich auf Seiten mit Kinderpornographie zu geraten und Ihnen stattdessen schöne, rote Stopp-Schilder zeigen. Zu hoch war wohl der Druck, dem stattlichen Vorwurf ausgesetzt zu werden, Kinderschänder zu decken. Also lässt man sich zähneknirschend für den Wahlkampf missbrauchen.

Dabei weiß jeder, dass die Sperren das Problem nicht lösen, weil man auf Kinderpornos nicht zufällig stößt. Ich bin seit 1996 im Internet unterwegs und habe noch nie – weder zufällig, noch absichtlich – eine Seite gefunden, auf der das rote Stopp-Schild angezeigt gewesen wäre. Ich kenne auch niemanden, der schon einmal irrtümlich auf eine KiPo-Seite gestoßen ist. Das wäre auch verwunderlich – denn die Täter nutzen bekanntlich andere Vertriebswege und kennen sicher auch OpenDNS.

Dass dieser  Schwachsinn dem Kampf gegen Kinderpornographie letztlich nur schadet, wurde an anderer Stelle schon hinreichend aufgezeigt. Von rationalen Argumenten lassen sich die Leyen Laien im Familienministerium aber nicht beeindrucken – unsinniger, dummer Populismus ist in Wahlkampfzeiten schließlich immer besonders beliebt. Das Volk ist zufrieden und die Probleme sind vermeintlich gelöst: Denn aus den Augen, aus dem Sinn. Und wer weiß, wozu staatliche Zensur später einmal noch weiter gut sein wird.

Leider wird dieser Populismus auf dem Rücken unschuldiger  Kinder ausgetragen und das ist perfide. Ich bin heute froh, nicht mehr Mitglied der Partei von Frau von der Leyen zu sein.

$3.500.000,00

ERMДCHTIGT ZAHLUNG von USD 3.500.000,00
Unser Bьro wurde im Auftrag des IWF durch die Bank of China auf, und bezahlen Sie die oben genannten Betrag als Besitz-up-Finanzierung. Dies ist als Folge der Entdeckung, dass Ihr Fonds die Zahlung veranlasst hat, die fьr eine lange Zeit fьr die Beschaffung von Nicht-Anti-Terror-und Anti-Drogen-Spiel von den zustдndigen Stellen. Allerdings, nach einer sehr ausfьhrlichen und sorgfдltigen Ьberprьfung der Datei, war klar, dass Ihr Fonds hat keine belastenden Tendenzen damit dieser neuesten Entwicklung und Zulassung fьr den Fonds die Zahlung.

Die Bank of China wird sich nach Ermessen, ob eine tragfдhige Zahlungsart. Nach dieser Regelung, wьrden sie entweder zu erwarten, auf eine direkte Draht Ьbertragung der genannten Hцhe, die in Ihrem Bankkonto oder stellen Sie sie mit einem Gold Union Debitkarte, die zugдnglich sein in irgendeinem Teil der Welt. Wir haben den Auftrag BANK OF CHINA, um die Verfahren zu Fonds, die Ihre Zahlung sofort.

Liest sich ja sehr spannend, aber was zum Teufel wollen die von mir?

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Feind der Arbeit

16.04.2009

Heimspiel dankt Richter Ballmann und dem Kollegen Munzinger für die Anregung.

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Heiße Luft reloaded

Eine ehemalige Mandantin schuldet mir noch ungefähr 1.800 EUR. Die Zwangsvollstreckung läuft, in Bälde wird sie zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung vorgeladen werden.
Anfang letzter Woche schrieb sie mir ohne erkennbaren unmittelbaren Anlass:

Sehr geehrter Schwartmann,

bitte teilen sie mir noch ein mal ihre Bankverbindung mit, ich versuche Ihnen so gut wie ich kann den geschuldeten betrag anzuweisen, ich wollte sie nie täuschen oder gar verärgern.

Dann, wenige Minuten später:

Bankverbindung liegt mir vor, ich weise heute noch eine mior möglichen Betrag an.

Testfrage: Was hat Madame nun überwiesen?

🙂

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GMX führt Kleinkrieg (Update)

Der Internet- und Mail-Provider GMX führt, so scheint es, derzeit wohl einen Kleinkrieg gegen die Konkurrenz von Strato auf dem Rücken seiner Kunden (und meiner Mandanten):

Meine Webseite und die dazugehörenden E-Mail-Adressen lasse ich bei Strato hosten. E-Mails an Mandanten mit einer GMX-Adresse werden nun von GMX zumeist erst nach 24 Stunden zugestellt.

Zunächst bekomme ich regelmäßig folgende lapidare Mitteilung:

Achtung: Die Mail konnte seit 1 Stunde nicht versendet werden.
Es wird weiter versucht die Mail auszuliefern bis Donnerstag, 9. April 2009 10:28:00 +0200 (MEST).

Der folgende Empfänger ist betroffen:

arnonym@gmx.de
Fehler : 421 4.3.2 System not accepting network messages
Erklärung: host mx0.gmx.de [213.165.64.100] said: {mx082} Too many bad recipients.
Are you an address harvester? Try again in 20 hour(s) 51
minute(s) and see( http://portal.gmx.net/serverrules )
Letzter Weiterleitungsversuch war: Mittwoch, 8. April 2009 10:27:09 +0200 (MEST)

Da ich kein „address harvester“ bin – was immer das auch sein mag – habe ich mich mit Professor Google auf die Fehlersuche begeben und wurde fündig: Blogger „artforotherpeople“ hat schon am 25. März darauf hingewiesen, dass GMX offenbar Mails von Strato-Accounts zunächst blockiert, da diese von Spammern genutzt würden.

GMX gehört wie 1&1 zur Muttergesellschaft United Internet, der großen Konkurrenz von Strato auf dem Providermarkt. Offenbar scheint die Luft in diesem Markt schon sehr dünn zu sein. Das könnte eine Erklärung für die verzögerte Zustellung von Strato-E-Mails durch GMX sein. Zu leiden haben darunter allein die eigenen Kunden, denn GMX-Adressaten bekommen wichtige E-Mails nun sehr oft nicht mehr rechtzeitig. Wenn dann keine andere Kontaktmöglichkeit besteht, kann leicht ein finanzieller Schaden entstehen, der bei pünktlicher Mail-Zustellung durch GMX vermieden worden wäre.

Ich habe nun meinen eigenen (privat genutzten) GMX-Account gekündigt. Auf unseriöses Geschäftsgebahren lege ich nämlich keinen Wert.

Und meinen Mandanten werde ich einen Providerwechsel ans Herz legen.

Update:

In einem Telefonat mit Strato erhielt ich folgende Auskunft: GMX habe ein neues Sicherheitssystem implementiert, das aber noch nicht „fehlerfrei“ laufe. Die Strato-Server seien dort auf einer Liste gelandet, wo sie nicht hingehörten. Es handele sich aber nicht um „grey-listing“. Strato stehe mit GMX in Verhandlungen, um die Problematik zu lösen. Diese seien aber bisher ohne Ergebnis geblieben.

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11

11 schwache Kölner.
11 schwache Pillen.
1 Witzfigur.
1 Judas.

Gut, dass es im deutschen Profifußball keine bestochenen Schiedsrichter gibt.

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Schade eigentlich.

Die Oberjustizkasse Hamm hat mir heute auf Veranlassung des Amtsgerichts Köln € 924 überwiesen. Sehr schön. Nur leider kann ich die Zahlung überhaupt nicht zuordnen und das Aktenzeichen sagt mir nichts. Ein Anruf beim Amtsgericht bestätigt: Das Geld sollte an eine Kollegin mit ähnlichem Namen gehen. Da hat sich das Gericht leider vertan. Auf § 818 Abs. 3 BGB werde ich mich nun nicht mehr berufen können. Schade eigentlich.

Das Geld einfach zurücküberweisen geht natürlich auch nicht. Das mag die deutsche Finanzbürokratie überhaupt nicht. Stattdessen muss ich nun erst eine offizielle Aufforderung samt Kassenzeichen abwarten, damit meine Überweisung auch ordnungsgemäß verbucht werden kann. Es gibt Schlimmeres.

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Rechtsberatung in Rußland

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben Ihre Adresse im Internet gefunden und möchten Ihnen eine Zusammenarbeit an dem Vertrieb von Ihren Produkten oder Dienstleistungen in Russland anbieten.

In diesem Bereich haben wir gute Erfahrungen und gute Referenzen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und anderen Ländern.

Könnten wir Ihnen per eMail weitere Angaben zusenden (ohne Anhänge, unverbindlich)?

Zwar habe ich angesichts der sehr schlechten Zahlungsmoral vieler Mandanten in letzter Zeit öfters mal an eine Zusammenarbeit mit den netten Jungs vom Inkasso-Team Moskau gedacht. Aber das meinen die Spammer, die mir obige E-Mail geschickt haben, sicherlich nicht. Aber was dann?

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